26.08.2026 – Raus aus dem Hamsterrad der Kettenverträge, Unternehmen starten
Üblicherweise kommen Menschen aus dem Einzelunternehmertum mit einem Thema, das ihre Schmerzgrenze überschreitet. Kooperationen hängen zu lange in der Luft, man hat sich auf einen großen Auftraggeber eingelassen, der das Auftragsvolumen massiv kürzt; oder ein/e Geschäftspartner/in handelt konfliktträchtig, es müssen zu viele Rollen auf einmal gelebt werden oder es melden sich Zweifel an der eigenen beruflichen Zukunft.
Diesmal ist das Anliegen: sich aus der Rolle als Freelancer mit Kettenverträgen im IT-Bereich zu befreien und ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Seine hohe Motivation läßt ihn Projekte starten, dann ebbt die Begeisterung ab, und es bleibt bei kurzen Strohfeuern. Mit der Frage:“Was ist Ihnen persönlich wirklich, wirklich wichtig im Leben?“ steigen wir ein in die Elizitation seiner Wertehierarchie. Darüber denke ich selten nach, und noch nie in dieser Tiefe, sagt mein Klient. Ja, und trotzdem treffen wir täglich kleine und große Entscheidungen, oft mehr unbewusst als bewusst beeinflusst von genau diesen Werten.
Nach vier Wochen kommt der zukünftige Unternehmer nicht nur mit einer klaren Idee, sondern bereits mit einem ersten Entwurf einer Software, einem konkreten Geschäftskontakt und einem optimistischen Lächeln. Orientiert an seinen drei wichtigsten Werten hat er die wesentlichen Eckpunkte seiner Idee definert und in einen Plan gegossen.
In den weiteren vier Coachingtreffen geht es um Gesprächsvorbereitung für Präsentationstermine, den Kriterien für eine Partnerschaft mit einem Sales-Profi, die Entwicklung von Geschäftsunterlagen, die Accountability, die das Coaching bietet und die Tatsache, dass privat eine erfreuliche Veränderung stattfindet. Und was das für den Unternehmer bedeutet.
Wir bleiben vorerst bei monatlichen Treffen à 90 Minuten. Mein Klient sagt, noch nie ist er so lang drangeblieben, noch nie ist er so schnell soweit gekommen.
Wie genau ich mich selbständig gemacht habe, fragen mich manche. Mit vielen Fehlern, gebe ich zu. Ist jezt auch 29 Jahre her. Mache ich immer noch Fehler? Sicher. Aber bessere und sie sind bessere Helfer (Hallo Anagramm). Und ich arbeite gern mit Leuten, die bereit sind, Fehler zu riskieren, um voran zu kommen. Und auch mit jenen, die auf keinen Fall Fehler machen wollen.
